Nachdem die Abfahrt wie geplant um 7 Uhr war stürmten die Insassen beider
Busse bereits 5 Minuten später die Raiffeisenbank um die jeweils nötige
Getränkeversorgung sicher zu stellen. Bis jeder sein Leibgetränk
im Bus hatte begann die Weiterfahrt dann erst um 7.30 Uhr.
Bereits vor München alarmierte der Erwachsenen-Bus das erste
Mal wegen Pinkelpause. Mangels geeignetem Parkplatz konnten die Dränge
erst nach München beruhigt werden. Der Jonge-Bus entschloß
sich am darauf folgenden Parkplatz zu halten und die Brotzeit auszupacken
bis der Erwachsenen-Bus wieder aufgeholt hatte. Beim Öffnen
des Kofferraums zog leider ein Mitfahrer am falschen Hebel woraufhin sich
das WC etwas auf den Rastplatz entleerte was sofortigen Polizeieinsatz zur
Folge hatte und der wiederum schnelles kehren durch den Busfahrer Robert.
Nach einem Kontrollanruf in Tirol erfuhr Martin, dass
ein Hotel uns nicht aufnehmen. Doch nach Dauerhandieren im Bus (...so ein
Handy macht doch manchmal Sinn) war bis zur Ankunft in Kirchberg/Tirol um
halb zwölf Uhr wieder alles geregelt und jeder konnte sein Quartier in
Bezug nehmen.
Um 12 Uhr gings dann in Tracht weiter nach St. Johann/Tirol wo uns der Tourismuschef
Erich und der Bürgermeister herzlich in Empfang nahmen. Mit den Knödelwirten,
Bürgermeister, einer Kapelle aus Schweden, den Knödelmaderln und
samt Fahnenabordnung spielten wir den Einzug zum Knödelfest. Entlang
am 400 Meter langen Knödeltisch durch den malerischen Ortskern von St,
Johann war der Musikverein Haslach das wohl meist fotografierte Motiv für
die Besucher aus aller Herren Länder. Die Zuschauer klatschten und sangen
mit und die Musikanten bekamen schon während dem Marschieren viel Schulterklopfen
von den Zuschauern. Umrahmt vom Wilden Kaiser (2344m) und dem Kitzbüheler
Horn (2000m) liegt in einem weiten, sonnigen Tal der beliebte Ferienort St.
Johann in Tirol. Und beim Gesang zu Dem Land Tirol die Treue zwickten
so manchem alten Tiroler die Freuden- und Erinnerungstränen durch die
Augen. Nach getaner Arbeit machten wir uns für den lustigen Teil über
das Knödelfest her.
Am längsten Knödeltisch der Welt gabs mehr als 20.000 Knödel
in 22 verschiedenen Variationen kommen auf die Teller. Die Köche haben
für ihr Knödelfest alte Rezepte von Müttern und Großmüttern
neu entdeckt: Neben dem beliebten "Speckknödel" stehen vor
allem "Fastenknödel", die "Rauch-Kuchl-Knödel",
die "Preßknödel", die "Schwammerlknödel"
......... und natürlich als Nachspeise die "Marillenknödel",
"Topfenknödel", "Zwetschkenknödel",..........
hoch im Kurs der Genießer deftiger Hausmannskost. Und damit die Knödel
alle probiert werden konnten musste man ab und zu mit Bier nahlicha.
So kamen Gruppen zustande die es sich zur Aufgabe gemacht haben an jedem Knödelstand
einen Knödel zu kosten und ein Bier dazu zu trinken. Wie wir abends feststellen
konnten hatten einige diese Aufgabe mit Bravour gelöst. Wer wollte nahm
am späten Nachmittag an einer Fahrt nach Kitzbühel teil wohin uns
der Bergführer Toni (Abfahrtsfahrer der Hahnenkammabfahrt (österreichische
Nationalmannschaft und Weltrekordhalter als Trickskifahrer) begleitete.
Gegen halb zehn abends trafen auch die letzten vom Knödelfest und von
Kithbühel im Hotel ein zum Abendessen und Umtrunk bei Musik und Wein.
Der allerdings dieses Mal nicht bis in die frühen Morgenstunden anhielt,
da sehr viele doch etwas zu müde vom langen Knödeltisch waren.
Am Sonntag gings nach dem Frühstück zum herrlichen Achensee. Umgeben
von Karwendel- und Rofangebirge ist am Achensee alles gegeben, was einen Urlaub
in Tirol einzigartig macht. Ein großer klarer See inmitten einer faszinierenden
Gebirgslandschaft mit blühenden Almen und grandiosem Panorama. Dort fuhren
wir mit einem nur für den Musikverein gebuchten Schiff von Pertisau nach
Scholastika. In Scholastika wartete schon das Mittagessen auf uns und den
Nachmittag hatte jeder zur freien Verfügung. Dies wurde genutzt von Bergwandern,
Kaffee trinken bis Beachvolleyball spielen.
Um 16 Uhr traten wir dann endgültig die Heimreise an und gegen halb neun
trafen beide Busse und Mitfahrer wieder wohlbehalten und rechtschaffend müde
in Haslach ein.